Endlich…

konnte ich nach meinen Olivenanbäumen sehen. Leonidas hatte fast alle Bäume schon gut beschnitten, bei etwa einhundert Bäumen war ein Entfernen der Wassertriebe notwendig. Auch bei dieser schweisstreibenden Arbeit half mir mein guter Freund Leonidas, der schon seit über sieben Jahren für mich arbeitet, auf seine kompromisslose und liebevolle Weise. Hierbei war es äusserst hilfreich, ein paar Schafe als Futterverwerter zu haben, siehe Foto oben. Auch wenn es momentan nur vier Tiere sind., die Schäfchen machten die Mengen an Olivenästen ruckzuck zu ein paar hölzernen Überresten, die dann leichter zu kompostieren waren.
Nun, Schafe machen zwar Mühe, aber auf der Einsiedelei halten sie das Land offen und man muss nicht mähen. Zudem sorgen sie für eine natürliche Düngung der Ölbäume.

Ganz zu schweigen von einzelnen Umzügen in die Kühltruhe oder direkt in den Ofen, die dann für kulinarische Genüsse sorgen. Ausserdem war ich ganz gespannt auf das Lämmchen, dass leider durch den tragischen Tod des anderen Lammes allein geblieben war. Das süße Tier mit schwarzem Kopf und schwarzem Sattel als Zeichnung wurde auf der Winterwiese kugelrund, da es Milch von zwei Müttern bekam. Inzwischen sind alle wieder auf der Sommerweide, dem Olivenhain neben Tychos, der wilden Einsiedelei über dem Dorf Agios. Dort finden sie alles, was sie brauchen – Futter, Wasser, Unterstand. Den kleinen Fluchttierchen wird ab und an etwas Mais gegeben, um uns Zweibeiner nicht ganz in Vergessenheit geraten zu lassen.


Neben vielen anderen Arbeiten wurde natürlich während des Aufenthaltes auch das wichtigste erledigt:
Die Abfüllung des frischen Olivenöls.
Dank Familie Sotireli gelang es wie gewohnt schnell und zuverlässig!
Vielen Dank sei hier nochmals gesagt, ganz besonders für die langmütige Erledigung aller Extrawünsche.

Und daher kann jetzt endlich verkündet werden:

Das frische Olivenöl der Ernte 2020/21 ist abgefüllt und beziehbar!


Mein Frühöl ist wieder besonders fruchtig und auch nicht so bitter wie in anderen Jahren. Auch die „Reife Ernte“ hat den gewohnt tomatigen Charakter, so wie das bei den thassischen Ölen eben sein sollte!
Grundsätzlich werden ab jetzt nur die frischen Öle versendet. Es sei denn, jemand wünscht explizit ein abgelagertes Olivenöl – welches auch seine Vorteile hat: Mit der Zeit wird das Aroma milder und vielfältiger, sodass es zum Beispiel auch für Süssspeisen interessant wird.
Wer also ein solches Olivenöl wünscht, bestellt besser per E-mail, oder es wird unter „Kasse“ in den Versandanmerkungen mitgeteilt.
Es gilt aber zu beachten, dass nicht alle Gebindegrössen mehr zu haben sind und dass die Ware evt. bald ausverkauft ist. (Dies gilt nur für die vorhergehende Ernte). Von der frischen Ernte sind alle Gebinde bei beiden thassischen Ölen – Frühöl wie Reifes Olivenöl – erhältlich, und es gibt sogar eine Neuerung:
Bald sind 250-ml Flaschen erhältlich; sobald die Etiketten fertig sind, werden sie auch über den Handernte-shop angeboten.
Durch die Pandemiebedingten Verzögerungen ist der Zeitplan zwar etwas durcheinander geraten, darum ist es besonders erfreulich, dass endlich die frischen Öle in gewohnter Qualität zu beziehen sind!


Es grüsst,
Ihr Olivebauer Dietmar Lies.

Olivenpasten und Tapenaden

Endlich sind die Olivenpasten von FamilyFarms erhältlich! Natürlich in Bio-Qualität, erfreuen sich Olivenfreunde an Kalamata-Olivenpaste pur oder mit Kapern verfeinert. Zur echten Tapenade kann man die Sardellen selbst beimengen. Der perfekte Dip für Buffets oder das gewöhnliche Abendbrot! Mein Favorit ist das Chutney aus grünen Oliven mit Honig, verfeinert mit mediterranen Gewürzen und Ingwer. fein abgestimmt. Ein sehr grosser Vorteil ist die lange Haltbarkeit selbst nach dem Öffnen! Durch die konservierende Eigenschaft der Oliven bleiben die Pasten wochenlang im Kühlschrank haltbar!

In drei Varianten im Shop zu erwerben.

Dank an alle Unterstützer

Danke an alle Kunden und Freunde meines Olivenöls!


Es ist an der Zeit,  ein paar Dinge deutlich zu machen: Trotz eines schwierigen Jahres mit Beschränkungen und Schwierigkeiten, zum Beispiel bei Fahrten zu meiner „Arbeitsstelle“ und durch die auch in Griechenland eingeführten Ausgangssperren war es ein erfolgreiches Jahr, in dem viele neue Kunden gewonnen wurden und fast alle Menschen, die meine Öle kennengelernt haben, weiter diesen treu geblieben sind. Darauf bin ich angewiesen und sehr dankbar!

Das macht mir Mut, auch weiterhin mit ganzem Herzen das zu verfolgen, was mir wichtig ist: Ein wunderbares Olivenöl zu fertigen! Als weitere gute Nachricht kann ich eines versprechen: Die Preise für meine Öle bleiben zumindest dieses Jahr stabil, jedenfalls für Direktbesteller*innen. Wahrscheinlich wird es auch im nächsten Jahr (2022) zu einer kleinen Teuerung kommen, wenn die Öle nach der dreijährigen Umstellung auf Bio – die eigentlich keine ist, da sich an meinen Praktiken nichts geändert hat, außer dass ein Kontrollvertrag mit der Firma „Physiologiki“ geschlossen wurde – endlich auch meine Öle mit dem Bio-Siegel versehen werden dürfen. Die gesamte Produktpalette von „Handernte“ wird geprüfte und zertifizierte Bio-Ware sein!

Da dies mit Kosten verbunden war und ist, wird es sich  im Jahr 2022 mit einer kleinen Verteuerung auswirken. Ich hoffe sehr auf Ihr Verständnis. In grossem Vertrauen auf Sie sage ich also nochmals herzlich: „DANKE“ und bin guter Dinge, Sie auch weiterhin mit meinen Produkten beliefern zu dürfen!


Thankful, Dietmar Lies

Der fröhliche Olivenbauer

Olivenernte 2020/2021

Ernte im “Coronajahr”, Erntebericht 2020/21

Die Jungs bei der Arbeit!


Dass es trotz grosser Ausfälle in vielen Lagen doch noch eine recht gute Ernte war, lag an vielen Faktoren: Zunächst galt es, die Tatsache zu kompensieren, dass keine Erntehelfer aus dem Ausland kommen konnten (hier sei nachträglich ein riesiges Dankeschön an die Helfer der letzten Jahre gesagt: Liebe Daniela, Corinna, Rahel, Ute, lieber Lukas, Klaus, Paul, Robi, John und alle, die in den letzten Jahren dabei waren; ihr wart eine grosse Hilfe für mich!)

Dieses Jahr waren es „nur“ meine treuen Helfer Miri, Leonidas und Andreas, die eine riesige Performance hingelegt haben! Sonst sind meine „Jungs“ nur mit „Olivenschütteln“ beschäftigt und gewohnt, dass Netze schnell geleert werden und rasch unter den nächsten Bäumen liegen. Diesmal gehörte auch das zu ihren Aufgaben. Dazu kam das heruntertragen der Oliven, verteilt auf viel weniger Schultern als üblich. Auch mein Anteil an der Arbeit war deutlich mehr körperlicher Art als in den Vorjahren; der Vorteil ist, dass sich dadurch ein Beitrag fürs Fitnesscenter erübrigt.

Durch die allgemein schlechte Ausbeute – einige Bauern brauchten gar nicht erst ausrücken, so schlecht hatten die Bäume in einigen Regionen „gefruchtet“ – war zumindest die Olivenmühle nicht so ausgelastet und konnte ohne die sonst üblichen Wartezeiten arbeiten. Durch meine unterschiedlichen Lagen war meine Ernte zumindest bei der Hälfte der Bäume noch lohnend und der überraschend hohe Ölanteil (trotz langer Trockenheit im Sommer) hat mein Lager doch recht gut mit kostbarem Saft der Olive gefüllt. Da nach einem schwachen Jahr meist ein sehr gutes Jahr folgt, bin ich guter Dinge, alle Liebhaber meiner Öle auch weiterhin pünktlich beliefern zu können.  

Ihr Olivenbauer, Dietmar Lies

Olivenernte 2018

Auch auf Thassos katastrophale Ernteausfälle

So wie in Italien und der Türkei gab es in ganz Griechenland große Probleme mit der Olivenfliege und anderen Schädlingen. Besonders stark betroffen war in Griechenland der Peloponnes und leider auch die Insel Thassos. Da nur wenige Oliven überhaupt am Baum verblieben und diese grösstenteils schadhaft waren, war es nicht möglich, ein extra-natives Olivenöl herzustellen. Daher habe ich auf jegliche Erntetätigkeit verzichtet. Glücklicherweise war die Ernte des Vorjahres so gut und reichhaltig, dass wir auch solch ein schlimmes Jahr verkraften können. Es sind ausreichende Kontingente vorhanden, unser Olivenöl auch in diesem Jahr in gewohnt hervorragender Qualität anzubieten.

Olea Europaea, ein faszinierender Baum!

Olivensorte Throumba (Thassou)

Man schätzt etwa 400 unterschiedliche Olivensorten allein in Italien.  Hundert Sorten kommen  allein auf dem Balkan dazu, die Verschiedenheit der Früchte ist gross. Geschmack und Aussehen der Oliven, aber auch der Wuchs und die Ansprüche variieren stark voneinander. Auch der Ölgehalt und der Anteil der Inhaltsstoffe schwanken sehr. Einige Sorten werden ausschliesslich als Ess-Olive angebaut, andere dienen nur der Ölgewinnung. Die thassische  “Throumba” ist für beides gut: In Griechenland eine sehr beliebte Tafel-Olive, erzeugt die Sorte eines der besten Olivenöle Griechenlands! Aromenreich mit kräftig-fruchtigem Geschmack und vielen guten Wirkstoffen, vereint es kulinarische und gesundheitliche Ansprüche in gelungener Weise. Aber Achtung: Unser Frühöl ist durch die vielen Polyphenole und Bitterstoffe regelrecht scharf und leicht bitter! Aber das ist ein Zeichen besonderer Qualität, und Olivenöl-Kenner wissen dies zu schätzen. Der pure Genuss dieses Olivenöls ist daher für manche gewöhnungsbedürftig , in Speisen verwendet ist es allerdings eine Bereicherung. Es veredelt mit eigenem Charakter viele Gerichte und ist auch zum Braten bestens geeignet. Es sei erwähnt, dass kein Öl über den so genannten Rauchpunkt erhitzt werden darf, da hierbei gesundheitsschädliche Stoffe entstehen.

Lieber Olivenfreund!


Wenn Sie ein Olivenöl suchen, dessen Ursprung nachvollziehbar ist und Sie sich der Reinheit des Produktes  gewiss sein können, dann darf ich Sie einladen, etwas über griechische Oliven und meine Tätigkeit auf der schönen Insel Thassos zu erfahren: Warum ich meine Baumpflege in erster Linie als Nuturschützer sehe und warum die Oliven meiner Hänge einen besonderen Saft abgeben! Das thassische Olivenöl gehört zu den geschmacklich kräftigen Sorten, gerade unser Frühöl (vornehmlich aus noch grünen Oliven) hat es in sich: Zwar wohlduftend kommt es pur äußerst scharf und deutlich bitter daher, etwa so rauh wie die Gaumen, die solches zu schätzen wissen.

Wird die Frucht reif, wird auch der Geschmack des thassischen Olivenöls sanfter: Grasige, tomatige und an Mandel erinnernde Aromen und ein mild-runder Geschmack passen bei diesem Olivenöl einfach zusammen! Allerdings weiterhin mit deutlicher Schärfe, da immer noch reichlich Polyphenole enthalten sind. Daher ist auch unsere sogenannte “Reife Ernte” ein ausgesprochenes Qualitäts-Olivenöl!

Etwas sanfter sind die Bio-Olivenöle von Evangelos Kaltsas, die Sie auch bei uns finden. Durch die Zusammenarbeit mit vielen Bio-Bauern in ganz Griechenland (und da setzt er seinen ganz eigenen Standart an) haben wir wechselnde Öle im Angebot, die immer Sortenrein direkt vom Erzeuger bezogen werden. Und wem die Thassischen Öle zu kräftig sind, wird vielleicht hier fündig…